Einwegsoftware: Wie KI-Sprints Stadtwerken neue Spielräume eröffnen

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Software, die nur wenige Monate im Einsatz ist und danach wieder verschwindet: Was nach Wegwerfprodukt klingt, kann für Stadtwerke sehr sinnvoll sein. Die ZfK hat sich die KI-Sprints von LYNQTECH genauer angesehen, in denen solche Lösungen in fünf Tagen entstehen.

Ein typisches Beispiel ist eine Systemmigration: Kundendaten müssen übertragen, Sonderfälle geprüft und manche Schritte immer wieder manuell erledigt werden. Für einen Prozess, der nach einigen Monaten abgeschlossen ist, hätte früher kaum jemand eigene Software entwickelt – zu teuer, zu langsam, zu kurz im Einsatz. Mit KI ändert sich diese Rechnung. „Wenn ein Werkzeug in wenigen Tagen entsteht, muss es sich nicht über zehn Jahre rechnen“, sagt LYNQTECH-CEO Björn Waide. „Es reicht, wenn es sechs Monate lang manuelle Arbeit reduziert.“ Gerade kleinere Stadtwerke können so Software für seltene oder zeitlich begrenzte Prozesse entwickeln, für die sich klassische Entwicklung bislang nicht gelohnt hat.

In den KI-Sprints geht es am ersten Tag erstaunlich wenig um KI. Zunächst klären die Teams drei Fragen: Ist das Problem richtig verstanden? Wird tatsächlich das relevante Problem gelöst? Und wer muss mitarbeiten, damit die Lösung in der Praxis funktioniert? Je nach Aufgabe arbeiten 20 bis 30 Fachleute, Entwickler:innen und Entscheider:innen fünf Tage lang an einem konkreten Problem. Auf Gespräche mit Expert:innen und Methoden aus dem Design Thinking folgt ab Wochenmitte die Umsetzung; am Freitag soll eine nutzbare Minimalversion stehen, nicht nur ein Prototyp.

KI begleitet den gesamten Prozess: Sie strukturiert Ergebnisse, hinterfragt Ideen, unterstützt beim Programmieren und dient als Sparringspartner. Anspruchsvoller bleiben Konzeption, Fachlichkeit, Datenschutz und Sicherheit – und die Verantwortung für das Ergebnis liegt weiterhin bei den Menschen.

Waides Rat an Stadtwerke: nicht mit der Frage „Wie können wir KI einsetzen?“ starten, sondern mit einem relevanten Problem. „Selbst wenn die erste Idee nicht trägt, weiß das Team danach deutlich mehr darüber, was beim zweiten Anlauf funktionieren kann.“

Lesen Sie den vollständigen Artikel von Stephanie Gust bei der ZfK.

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