KI verbraucht Energie – und kann die Energiewende trotzdem beschleunigen

Cover des Podcasts „KI Köpfe“ mit zwei stilisierten Köpfen aus Netzlinien

Künstliche Intelligenz hat einen hohen Energiebedarf. LYNQTECH-CEO Björn Waide setzt sie dennoch täglich ein, um die Energiewende voranzubringen. Im Podcast „KI Köpfe“ diskutierte er mit Dr. Paul Elvers, warum das kein Widerspruch ist.

Für Waide ist nicht die Frage entscheidend, ob eine Technologie Ressourcen verbraucht – das tun alle. Entscheidend sei, was netto übrig bleibt. „Es macht einen Unterschied, ob wir Rechenleistung für belanglose Inhalte verbrennen, die eine Sekunde Aufmerksamkeit erzeugen, oder ob wir sie einsetzen, um eines der komplexesten Probleme unserer Zeit besser zu lösen.“ Daraus erwachse eine doppelte Verantwortung: Die Energiewende brauche jede technologische Hilfe – wie sie genutzt wird, liege aber bei den Menschen.

Optimistisch stimmt ihn, dass der Energiehunger von KI vor allem so lange ein Problem ist, wie er aus fossilen Quellen gedeckt wird. Europa sei hier weiter als oft angenommen; Norwegen etwa speist seine Energie fast vollständig aus Erneuerbaren. Mit steigenden Preisen für fossile Energieträger werde daraus ein Standortvorteil – und Energiesouveränität zu einem Teil digitaler Souveränität.

Zugleich verändert sich das Energiesystem grundlegend: Statt weniger hundert Großkraftwerke werden Balkonkraftwerke, Wärmepumpen, Wallboxen, Speicher und flexible Verbraucher Teil des Netzes. Aus Konsument:innen werden Produzent:innen, aus der Stromversorgung wird eine Steuerungsaufgabe. „Diese Komplexität lässt sich nur mit Software managen“, sagt Waide. „Der Hebel ist, dass wir schneller und besser die Software bauen, die eine dezentrale Energiewelt überhaupt erst möglich macht.“

Zur Podcast-Folge: „Stromfresser und Lösung zugleich? Wie KI die Energiewende beeinflusst“

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