Fluch oder Segen? LYNQTECH-CEO im Podcast „Gewinn mit Sinn“ über KI und Energiewende

Cover des Podcasts „Gewinn mit Sinn“ mit Moderator Jürgen Schöntauf

Ist künstliche Intelligenz Fluch oder Segen für die Energiewende? Mit dieser Frage eröffnete Jürgen Schöntauf sein Gespräch mit LYNQTECH-CEO Björn Waide im Podcast „Gewinn mit Sinn“. Dessen Antwort fällt differenziert aus – und am Ende klar.

Waide erkennt die Kehrseite ausdrücklich an: KI hat einen enormen Bedarf an Strom, Wasser und Rohstoffen. Dass dieser Preis durch den aktuellen Boom offener diskutiert wird, hält er für richtig – zu lange sei er auch bei Smartphones und anderen Technologien verdrängt worden.

Dennoch ist er überzeugt: „Die Energiewende braucht eine Digitalwende. Und die ist ohne KI kaum noch zu schaffen.“ Der Grund ist praktischer Natur. Strom kommt nicht mehr aus wenigen Großkraftwerken, sondern aus unzähligen PV-Anlagen, Windrädern und Balkonkraftwerken. Diese dezentrale Komplexität lässt sich mit herkömmlichen Mitteln nicht mehr steuern.

Wie KI die Entwicklung beschleunigt, zeigt Waide an zwei Beispielen aus dem eigenen Haus. SmartMeter Now wäre früher ein großes, teures Softwareprojekt gewesen; mit KI hat das Team die Plattform nach seinen Worten in wenigen Wochen entwickelt. Von der Discovery bis zum Launch vergingen insgesamt rund vier Monate. Den KI-Energieassistenten, ein Pionierprojekt gemeinsam mit enercity, entwickelte das Team innerhalb einer Woche.

Sein Plädoyer gilt dem bewussten Einsatz: Nicht jede Frage müsse an das größte Modell gehen. „Man holt ja auch nicht den Bagger, um eine Pflanze umzutopfen.“ Das passende Werkzeug für die jeweilige Aufgabe sei ökologisch wie praktisch ein Gewinn – und bei wichtigen Entscheidungen bleibe der Mensch verantwortlich.

Zur Podcast-Folge: „Björn Waide: Keine Energiewende ohne dringend benötigte Digitalwende!“

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